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Liebe Besucherinnen und Besucher meiner Website,

seit fast 30 Jahren male ich. Es hat sich viel getan seit den Anfängen, innere und äussere Kämpfe nahmen mir manchmal fast den Mut, weiterzumachen. Die Erkenntnis, dass dasjenige, was ein Individuum ausmacht, sich in den Gemälden spiegelt, dauerte viele Jahre. Ich habe viel kopiert und abgeschaut - ganz wie die grossen Küenstler auch. Dann aber habe ich gesehen, dass die Werke, die allein aus mir entstanden, die besten waren.

Und nun fühle ich mich zum ersten Mal ganz und gar authentisch mit den Bildern meiner Serie "DOORS".
Sie drücken die Quintessenz meines Lebensweges aus. Die Suche nach Neuem, Anderem, Besserem, Höherem. Türen, Pforten, Portale, Ausgänge, Eingänge, Durchgänge die aufgegangen sind, Schwellen, die überschritten wurden, Türen, die wieder zugefallen sind und es gab kein Zurück.
Die ewige Suche nach etwas Unsichtbarem, Unerklärbarem, Wunderbarem, von dem man nicht weiss, wie es aussieht oder was es ist, das aber dennoch seine Existenz erahnen lässt. Was ist es, was diese Sehnsucht verursacht? Wie sieht sie aus, die Offenbarung? Ist es die Suche nach dem Heiligen Gral, die wir mehr oder weniger alle instinktiv betreiben? Wäre der Weg dorthin nicht die Erfüllung? Aber wohin geht der Weg?
Sind es nicht die leuchtend hellen Glücksmomente, Fragmente einer Sekunde, die der Mensch als Erfüllung, ja fast als eine winzige Erleuchtung im Zustand aller grösster Liebe erfahren darf?
Auf der Suche entstanden solche und ähnliche Emotionen, die sich ständig wiederholten, mein Leben lang und eines Tages - im Jahre 2003 - fing ich in einer solchen Stimmung an, die erste Pforte zu malen. Ich habe mir oft gewünscht, daß dieses Getriebensein, die ewige Suche mit dem Malen der Bilder und der intensiven Beschäftigung mit denselben aufhören. Doch muß es das? Inzwischen habe ich akzeptiert, dass es nie aufhören wird, und dass es auch schön sein kann.
Es ist Absicht, dass fast keines der Bilder einen Titel trägt. Nach meiner Meinung beeinflusst es das pure Sehen; das Hirn denkt in eine bestimmte Richtung und versucht, das Gesehene einzuordnen. Schöner ist, wenn das Bild, so wie es zu Ihnen kommt, seine Wirkung tut. Ich wünsche Ihnen viel Spass und schöne Momente bei der Betrachtung der Bilder.

Gisela-Elisabeth Geiger